QBE: Vogel der Woche: Das Rotkahlchen



Heute: Das Rotkahlchen. Erithacus nudecula


Schockmauser, Schwerenot!


Gerade eben noch twitschte das kleine bunte Vögelchen am Kühlergrill des Vierzigtonners vorbei. Dass es dabei fast sämtliche Federn lassen musste, kümmert den kleinen Kamikazeflieger wenig, Hauptsache, der rettende Straßenrand ist erreicht!


Es plustert sich – ähm ja. Es plustert sich nicht, stattdessen guckt es etwas bescheuert aus der – ähm ja. Es hat keine Wäsche.


11.947 Federn besitzt das herkömmliche Rotkehlchen an allen möglichen Stellen des Körpers. Dem kleinen Piepsgesellen im Gestrüpp neben der Leitplanke sind davon ungefähr 47 Stück verblieben. Diese Information gilt es nun erst mal zu verarbeiten.


In 100 Metern Entfernung hat soeben ein 40-Tonner einen Brückenpfeier geschrammt, nachdem circa 11.900 Federn gleichzeitig durch die Lüftung ins Führerhaus gepustet wurden.


Traurig piepst das Rotkahlchen.